Dumm und schön

Die sonnige Route 101 von San Francisco nach Los Angeles hatte heiße Konkurrenz bekommen: Ein Kerl. Er war unglaublich hübsch und es machte Freude ihn anzuschauen. Leider fing der Amerikaner an mit mir zu reden. Nach einer Weile fragte er mich, ob ich aus San Francisco käme. „Nein“, antwortete ich verwirrt, hörte er meinen deutschen Akzent nicht? „Los Angeles?“, fragte er weiter. „Aber schon noch aus California, oder?“ Ich gab auf: „Ich komme aus Washington D.C..“ – „Wo ist das?“ Unglücklich drehte ich mich weg und sagte zu dem Sitz vor mir: „Da wohnt George W. Bush, Maaann.“ Es machte nicht mal mehr Spaß ihn anzugucken. Er sah mich fragend an: „Wer?“ Vier Stunden später taumelte ich aus dem Greyhoundbus, erledigt und müde. Er war dafür um einiges klüger, wusste nun, wie sein Präsident heißt (Stand: 2008), und wollte noch mehr Geschichtsunterricht, dieses Mal abends auf einer Beachparty. „Viele Grüße an George W. Buch!“, rief er mir nach und ich lächelte schwach. Sein Kumpel neben ihm fragte irritiert: „Wer?“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s