#100happydays – Tag 30

Der Umzug, der mich in meine „finale“ Wohnung bringt, steht an. Die Kisten, aus denen ich in den letzten drei Monaten lebte, sind wieder zugeklebt. Ich weiß nicht mehr, was sich in ihnen befindet. Das auspacken wird interessant. Vielleicht ist alles nur unnützer Kram.

Der Umzug wird grauenvoll. Aus einem vierten in einen sechsten Stock. Doch beim Anblick denke ich daran, dass es bald vorbei ist. Morgen ziehe ich in die Schlacht.

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#100happydays – Tag 26

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Der #100happydays-Moment wird für den Leser enttäuschend sein, doch mich erleichtert er unendlich. Den ganzen Morgen saß ich im Lieblingscafé und bereitete meinen Umzug vor. Nun ist alles geplant, ich muss es nur noch durchführen. Denn dieser letzte Umzug (bedeutet, dass erst einmal keine in nächster Zukunft geplant sind) ist die letzte Hürde. Dann bin ich richtig in Berlin angekommen. Außerdem trank ich heiße Schokolade während der Planung. Das kann doch nur gut sein.

Menschen mit Wespen in ihrem Leben

Bildschirmfoto 2014-08-27 um 14.02.40„Zwei Gemüsedöner, einmal vegetarisch, einmal mit Fleisch, bitte“, sage ich, obwohl der Mann in der Bude schon mit den Handgriffen begonnen hat. Ich nehme immer das Gleiche. Ich stehe mit Katharina an der Dönerbude am Ostkreuz und wir verfolgen mit gierigen Blicken den Dönerprozess. „Wohnst du hier?“, fragt mich der Budenbesitzer und wendet das Fladenbrot. „Nein. Ja“, sage ich es mich selbst fragend und er gibt sich zufrieden. Katharina lächelt mit hungriger Seligkeit. Ich habe ihr einen perfekten Gemüsedöner versprochen. Ohne Paprika, denn die mag ich nicht. Sie schon, aber sie lässt sich von Kartoffeln, Aubergine, Tomaten und Zucchini besänftigen, die gerade in das geöffnete Fladenbrot gefüllt werden. Dazu gibt es noch einen weiteren Klecks Knoblauchsauce und ein Spritzer Granatapfelsirup. Wir kriegen unsere Döner in unsere glücklichen Hände gedrückt und schlendern zum nahen Park, der von Bänken umrandet ist.

Ich habe einen riesigen Oleanderbusch in einem rosafarbenen Übertopf dabei und bin überfordert, wie ich mich mit der Blume und dem Döner geschickt hinsetzen kann. Eine ältere Frau kommt mir zur Hilfe. Sie ist in einem Alter, in dem eher ich ihr helfen sollte. Peinlich berührt sage ich „Danke“ und sie strahlt so sehr, dass ich vermute, dass sie es nötig hatte, auch einmal die Helfende sein. Ich sitze, links der rosa Blumentopf und die ältere Frau, rechts Katharina, die schon eine Kartoffel kaut. Wir sind uns einig: es ist ein perfekter Gemüsedöner. Weiterlesen

#100happydays – Tag 18

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Heute gibt es einen besonderen #100happydays-Moment. Ich habe ein Café zum Arbeiten gefunden. Hier kommen Menschen her, um an Filmen zu arbeiten, Regisseure, Ideenhaber, Drehbuchschreiber, Kreative, produzierende Menschen. Es ist ein Verein, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, der sich durch das Café finanziert wird. Neben uns sitzt eine Sängerin und Malerin. Manchmal kommt eine Katze zu Besuch. Das Café ist zu Fuß nur wenige Schritte entfernt von mir. Ich bin glückselig. Vielleicht ist das der beste #100happydays-Moment. Den Namen des Cafés verrate ich noch nicht. Vielleicht verliert es sonst seinen Zauber.